xAI veröffentlicht Grok Build als Open-Source: 844.530 Zeilen Rust, drei Tage nachdem es beim Hochladen von Repos erwischt wurde.

16. Juli 2026, 18:08

Das Timing sagt alles. 12. Juli: Ein Forscher zeigte, dass die CLI von Grok Build komplette getrackte Repos — vollständige Git‑Historie, eingecheckte Geheimnisse — in einen Google Cloud bucket packte, etwa 27.800‑mal mehr Daten als die Codierungsaufgabe benötigte. Ein Nutzer sah zu, wie SSH‑Keys, ein Passwort‑Tresor, Fotos hochgeladen wurden. Der „Improve the model“-Schalter tat nichts. HN: 549 Punkte, 580 Kommentare. Drei Tage später stellte xAI das Ganze auf GitHub unter Apache 2.0 bereit.

Was Sie tatsächlich erhalten

Grok Build ist das Coding‑Agent‑Harness hinter der grok CLI — ein Vollbild, mausgesteuertes Rust‑TUI, das Ihre Codebasis liest, Dateien bearbeitet, Shell‑Befehle ausführt und das Web durchsucht. 844.530 Zeilen (Codex hat 950.933, zum Vergleich). 10,8 k Sterne, 1,8 k Forks bereits. Erweiterbar über Skills, Plugins, Hooks, MCP‑Server und Subagents, alles gesteuert durch config.toml.

Der API‑Winkel

Headless‑Modus für CI‑Scripting. Agent‑Client‑Protocol, um es in einen Editor einzubetten. Und Sie können es selbst kompilieren und auf lokale Inferenz zeigen — das ist jetzt der eigentliche Zweck.

Der Haken

Der GCS‑Upload‑Code ist noch darin. upload_session_state() gibt nur einen fest‑codierten session_state_upload_unavailable‑Fehler zurück. Deaktiviert, nicht gelöscht. xAI lehnt außerdem externe PRs ab — dies ist ein Mirror, kein Community‑Projekt. Open‑Source als Schadensbegrenzung ist immer noch besser als eine Black‑Box. Lesen Sie es, bevor Sie ihm vertrauen.