Die Community bat drei Jahre lang. Es brauchte eine Übernahme von 3,9 Mrd. $ um das zu ermöglichen. Am 18. August hat Modular den gesamten Mojo-Compiler und die Toolchain unter Apache 2.0 (mit LLVM‑Ausnahmen) Open‑Source gestellt – eine Woche nachdem Mojo 1.0 Quell‑Stabilität erreichte und drei Wochen nachdem Qualcomm die Übernahme von Modular am 29. Juli abgeschlossen hatte.
Was sich tatsächlich geändert hat
Mojo ist Chris Lattners KI-Programmiersprache: Python-kompatible Syntax, System-Level-Performance, Zielplattformen CPUs, NVIDIA‑ und AMD‑GPUs, TPUs und Qualcomm‑Beschleuniger. Die Standardbibliothek und der Kernel-Code waren bereits offen – aber der Compiler blieb geschlossen, weshalb Skeptiker Mojo immer wieder als „open source someday“ bezeichneten. Jetzt kann man das Repository klonen und mit einem einzigen Bazel-Befehl bauen oder vorgefertigte Binärdateien holen. Ein Hinweis: Externe Beiträge zum Compiler werden erst später im Jahr 2026 geöffnet.
Warum Qualcomm es verschenkt hat
Qualcomm verkauft Inferenz‑Silizium, nicht CUDA. Jeder Entwickler, der an NVIDIAs Stack gebunden ist, ist ein verlorener Kunde. Die Open‑Source‑Stellung der Toolchain kostet Qualcomm nichts und gibt Mojo die Chance, zur echten Alternative zu CUDA zu werden. Der Markt bemerkte es: 268 GitHub‑Stars an einem Tag, über 28 k insgesamt, 358 Punkte auf HN.