EU befiehlt Google, Android für konkurrierende KI‑Agenten zu öffnen — ChatGPT und Claude erhalten Zugriff auf Gemini‑Niveau

19. Juli 2026, 00:07

Die Europäische Kommission hat diese Woche nach dem Digital Markets Act entschieden: Google muss rivalisierenden KI‑Assistenten denselben Android‑Zugang gewähren, den Gemini genießt – Apps, Systemdienste, alles. Das ist keine Produkteinführung, sondern eine Regulierung, die die Produktverteilung bestimmt: Wer wird das Standard‑Gehirn auf jedem europäischen Android‑Handy.

Was tatsächlich freigegeben wird

Elf Android‑Funktionen. Rivalen‑Assistenten erhalten eine Sprachaktivierung im Stil von „Hey Google“, können Taxis buchen, Apps steuern und auf System‑Dienstebenen zugreifen. Die meisten Änderungen müssen bis zum 1. August 2027 umgesetzt sein. Eine separate Anordnung zwingt Google, anonymisierte Suchdaten ab Januar 2027 mit rivalisierenden Suchmaschinen und Chatbots zu teilen – der Daten‑Graben, per Dekret ausgehöhlt.

Google ist wütend. Global-Affairs-Chef Kent Walker sagt, die Entscheidung „gefährde wesentliche Datenschutz‑ und Sicherheits‑schutzmaßnahmen für Millionen Europäer.“ Übersetzung: Google will nicht, dass OpenAI, Anthropic und Perplexity kostenlos auf OS‑Ebene leben.

Warum das wichtig ist

Ein Regulierer hat gerade den Zugriff von System‑Agenten als kartellrechtlich wesentlich eingestuft – ein Novum. Bisher entschied Google, welcher Agent in Android kommt. Sicherheitsteams stellen bereits eine neue Frage: Welche KI‑Agenten sollten überhaupt Geräte‑Berechtigungen erhalten? Dieser Kampf beginnt jetzt.