OpenAI Presence übernimmt bereits 75 % des eigenen telefonischen Supports von OpenAI ohne menschliche Unterstützung.

23. Juli 2026, 06:04

OpenAI hat am 22. Juli Presence veröffentlicht, sein größtes Enterprise-Agenten-Projekt des Jahres. Es ist eine Plattform zum Erstellen, Bereitstellen und Verwalten von Echtzeit-Sprach- und Chat-Agenten – die Art von Agenten, die Ihren Support-Anruf entgegennehmen, Ihr Konto nachschlagen und tatsächlich etwas dafür tun, anstatt ein Skript vorzulesen.

Was es eigentlich ist

Kein Chatbot, den man einfach auf einer Website platziert. Presence bündelt den gesamten Produktions-Stack: Richtlinien und SOPs, Schutzvorrichtungen, genehmigte Aktionen, Simulationen, Bewertungen und einen Codex‑gestützten Loop, der den Agenten nach dem Start weiter optimiert. Es verbindet sich mit Ihren echten Firmensystemen, sodass der Agent genehmigte Aktionen ausführen und bei Problemen an einen Menschen eskalieren kann. Ziel-Jobs: Support, Sales-Development, Beschaffung, IT, HR.

Warum es interessant ist

Der Beweis liegt intern – Presence betreibt OpenAIs englische Telefonleitung und löst 75 % der Anrufe ohne menschliches Eingreifen, ein Anstieg um 15 Prozent in 10 Tagen dank des Codex‑Feedback-Loops. Frühe Kunden sind BBVA Mexico, SoftBank und IAG.

Der Haken: Es ist nicht Self‑Service. OpenAI Forward Deployed Engineers und ausgewählte Integratoren leiten jede Implementierung, sodass es keine öffentliche API zur Anmeldung gibt – Sie erhalten ein Team, keinen Endpunkt. Damit richtet sich OpenAI direkt an den Enterprise-CX-Markt, im Palantir‑Stil.