Microsoft Copilot wird zu einer einzigen App zusammengeführt und liefert AutoPilot‑Hintergrundagenten.

4. Juli 2026, 12:09

Microsoft fasst zwei Copilots zu einem zusammen. Ab August 2026 werden der Consumer Copilot und der Enterprise Microsoft 365 Copilot zu einer einzigen App – gleiche Identität, Funktionen, die sich je nach Abonnement und Datenberechtigungen anpassen. Wenig genutzte Features wie Copilot‑Podcasts werden gestrichen. Das ist Microsofts Antwort auf das KI‑Super‑App‑Rennen, das Anthropic und OpenAI bereits gestartet haben.

Vom Chatbot zum Hintergrund‑Agenten

Der eigentliche Wandel ist AutoPilot. Ein Copilot wartet darauf, dass Sie etwas fragen; ein AutoPilot nicht. Microsoft Scout, das erste, das auf der Build 2026 gezeigt wurde, ist ein immer‑eingeschalteter Desktop‑Agent (Windows 11+ und macOS 12+), der unter seiner eigenen Entra‑Identität läuft. Er fasst E‑Mails zusammen, verwaltet Ihren Kalender, steuert einen Browser und führt im Hintergrund Befehle nach einem von Ihnen festgelegten Zeitplan aus. Außerdem gibt es einen aufgerüsteten Coding‑Assistenten.

Warum das wichtig ist

Apps zusammenzuführen ist reine Hausarbeit. Das Signal ist, dass Microsoft die gesamte Copilot‑Marke auf Agenten setzt, die eigenständig handeln, nicht auf Chat‑Fenster, in die Sie tippen. Der dritte Riese, gleiche Wette: Der Assistent soll die Arbeit erledigen, nicht Fragen darüber beantworten.