ChatGPT for Teens ging am 18. August weltweit live. Keine neue App, keine API – ein eingeschränkter Modus desselben Chatbots, der automatisch aktiviert wird, wenn ein Nutzer angibt, er sei 13–17 Jahre alt, oder wenn das Alters-Vorhersagesystem von OpenAI vermutet, dass er es ist. Kostenlose und kostenpflichtige persönliche Konten werden beide umgestellt.
Was sich tatsächlich ändert
Inhaltsbeschränkungen für Selbstverletzung, Essstörungen, Gewalt sowie sexuelle oder romantische Rollenspiele. Ein Eltern-Kontroll-Panel mit verknüpften Konten. Und das eigentliche Produkt hier: Study Mode – geführte Fragen und schrittweise Nachhilfe anstelle von fertigen Antworten. Es erkennt sogar, wenn ein Jugendlicher versucht, einen Aufsatz auszulagern, und leitet ihn dazu um, ihn selbst zu bearbeiten. Eltern können Study Hours festlegen, die es zum Standard machen.
Warum das wichtig ist
Die Umfrage von Common Sense Media aus dem Jahr 2025 ergab, dass über 70 % der Jugendlichen KI-Chatbots als Begleiter nutzen. OpenAI kämpft gegen mehrere Klagen von Familien geschädigter Minderjähriger. TechCrunch bezeichnete diesen Start als “jahrelang zu spät”, und das ist die ehrliche Einschätzung: Sicherheit wurde als rechtliche Verteidigung ausgeliefert. Der wirklich neue Teil ist Study Mode – das erste Mal, dass OpenAI ChatGPT bewusst weniger hilfreich gemacht und das als Feature verkauft hat.