Satya Nadella nennt Claude Fable 5 „redaktionell gesteuert“ vor seinen eigenen Copilot‑Ingenieuren.

17. Juli 2026, 12:06

Nadella, an die Ingenieure, die Microsofts Copilot bauen: „Wenn ihr Fable verwendet und es aus irgendeinem Grund ablehnt, ist das so, als würde man fragen: Wann habt ihr das letzte Mal ein Erstellungstool gehabt, das so redaktional gesteuert war?“ Sein Urteil über Anthropic​‑Policy: „Das ergibt keinen Sinn.“

Was Fable 5 ist und was das ausgelöst hat

Fable 5 ist Anthropics Claude‑Modell, das für kreatives Schreiben abgestimmt ist — das, das man auf einen Entwurf richtet, nicht auf einen Code‑Base. Anthropic hat es Anfang Juni veröffentlicht und weniger falsche Ablehnungen versprochen, zog das am 1. Juli jedoch zurück und räumte ein, dass die neuen Sicherheitsvorkehrungen „einen etwas höheren Anteil harmloser Anfragen“ als die Vorgängergeneration kennzeichnen. Zweite Eigenart: Fragt man Fable, wie große Modelle trainiert werden, kann es einen leise zu einem älteren Modell weiterleiten. Das ist eine Anti-Distillations-Sicherheitsvorrichtung, aber für den Nutzer wirkt es, als würde das Produkt mitten im Gespräch dumm werden.

Warum die Kritik dort einschlägt, wo sie es tut

Nadella tritt gegen sein eigenes Portfolio an. Microsoft hat im vergangenen November 5 Milliarden $ in Anthropic investiert; Anthropic hat 30 Milliarden $ an Azure gebunden. Der Mann, dessen Cloud Claude betreibt, sagt lautstark, dass Claude nicht das tun wird, worum die Leute bitten. Ablehnungsraten sind seit Jahren ein Beschwerdepunkt in Foren — das ist das erste Mal, dass ein CEO eines Big-Tech-Unternehmens sie als Produktfehler bezeichnet. Hacker News stürzte sich innerhalb weniger Stunden darauf.