OpenAI kündigte am 11. Juni 2026 an, dass es Ona kauft – das deutsche Unternehmen, das die meisten Entwickler noch als Gitpod kennen, die Cloud-Entwicklungsumgebung mit mehr als 750 000 Nutzern. Das ist kein Talent‑Grab, sondern Infrastruktur.
Was OpenAI tatsächlich gekauft hat
Heutige Coding‑Agenten sterben, wenn die Sitzung endet. Schließe den Tab, verliere den Kontext, fange bei Null an. Onas komplettes Geschäft besteht aus persistenten Cloud‑Sandboxes — sicheren Umgebungen, in denen ein Agent seinen Zustand behält und stunden- oder tagelang an einer Aufgabe arbeitet, während der Laptop zu ist. Kombiniert man das mit Codex, erhält man einen Agenten, der nicht von dir beaufsichtigt werden muss.
Warum es jetzt wichtig ist
Codex erreichte 5 M wöchentliche Nutzer, ein Plus von 400 % in diesem Jahr, doch Anthropics Claude Code plus Fable 5 (9. Juni) hat bereits Anteile am Entwickler‑Mindshare gekostet. Langlaufende autonome Agenten sind der nächste Kampf, und die Engstelle ist nicht das Modell — sie liegt darin, wo der Agent läuft. OpenAI hat gerade die Infrastruktur gesichert. CEO Johannes Landgraf und das gesamte Ona‑Team werden in die Codex‑Gruppe integriert, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung. Die Bedingungen wurden nicht bekannt gegeben.