Uber ADR geht Open-Source: 10 Monate im Einsatz, 97,2 % Präzision bei Credential-Lecks

4. August 2026, 18:06

Uber hat gerade ADR als Open‑Source veröffentlicht, das Sicherheitssystem, das seine internen KI‑Agenten seit 10 Monaten überwacht. Das Ausmaß ist real: über 50.000 Agent‑Sitzungen pro Tag auf mehr als 7.200 Hosts — Claude Code, Cursor, Codex sowie kundenorientierte Agenten. ADR hat Hunderte von Zugangsdaten‑Lecks mit 97,2 % Präzision erkannt.

Die Veröffentlichung: ein Laufzeit‑Sensor, der Agent‑Telemetrie normalisiert, ein Dual‑Agent‑Detector und ADR‑Bench — der erste Enterprise‑Grade‑Agent‑Security‑Benchmark. Alles unter Apache 2.0.

Der Workflow ist die Angriffsfläche, nicht der Tool‑Aufruf

Ubers zentrale Erkenntnis kehrt die übliche Einordnung um. Jeder Tool‑Aufruf kann harmlos wirken; der Angriff lebt in der kausal verknüpften Kette über einen Workflow. Und Prompt‑Injection — die Bedrohung, über die alle reden — stellte sich in der Produktion weitaus seltener heraus als einfacher Zugangsdaten‑Leak.

Sensor selbst bereitstellen, Benchmark ausführen

Alles ist selbst‑hostbar: Den Sensor in Ihre Agent‑Flotte einbinden, den Detector ausführen und sich dann anhand von ADR‑Bench bewerten — 302 Aufgaben, 5 Taktiken, 17 Angriffstechniken, 133 MCP‑Server, alles aus echter Produktions‑Telemetrie. Agent‑Sicherheit ist derzeit die heißeste unbesetzte Spur im KI‑Bereich, und Uber hat gerade allen das Playbook übergeben.