Meta hat in einer Woche zwei Enterprise‑KI‑Fronten eröffnet. Das Werbeunternehmen verkauft jetzt GPUs und Agenten. Als die Nachricht bekannt wurde, fielen die Aktien von KI‑Infrastruktur‑Unternehmen – der Markt hat es genau richtig eingeschätzt.
Meta Compute: Überschüssiges vermieten
Meta’s Kapitalausgaben von 125 Mrd.–145 Mrd. $ für das Geschäftsjahr 26 haben mehr KI‑Rechenleistung geschaffen, als Llama und Muse Spark verbrauchen können. Deshalb vermietet das Unternehmen den Überschuss: rohe GPU‑Zyklen plus gehostete Llama‑ und Muse‑Spark‑Modell‑APIs, und unterbietet AWS und Azure um angebliche 20–30 % dank hauseigener MTIA‑Silizium. Das verdrängt einen vierten Hyperscaler bei AWS, Azure und Google Cloud – einen, der zu Selbstkostenpreis gebaut wird, nicht für Wiederverkaufs‑Marge. CoreWeave und Nebius haben gerade einen beängstigenderen Nachbarn erhalten.
Business Agent Platform: ein Agent in jedem Chat
Jeder Händler kann jetzt einen KI‑Agenten in WhatsApp einsetzen, um Fragen zu beantworten, Produkte zu empfehlen, Termine zu buchen und einen Verkauf abzuschließen – verbunden mit Shopify, Zendesk und Hunderten anderer Systeme, um tatsächlich Aktionen auszuführen. Live für Partner ab 1. Juli, Abrechnung beginnt am 1. August mit 2 $ pro Million Tokens, etwa 4–5 Cent pro Nachricht.
Zwei Schritte, eine Botschaft: Meta will Ihr Rechenbudget und Ihre Kunden‑Unterhaltungen. Es ist nicht mehr nur ein Werbeunternehmen.