Meta Model API (Muse Spark 1.1) unterbietet OpenAI und Anthropic mit 1,25 $/4,25 $ pro Million Token

10. Juli 2026, 06:04

Jahrelang behielt Meta seine besten Modelle für sich und verschenkte die schwächeren. Am 9. Juli endete das. Das Unternehmen brachte sein erstes kostenpflichtiges Produkt – die Meta Model API – auf den Markt und stellte Muse Spark 1.1 dahinter. Zuckerberg nannte den Preis „etwa 25 % von dem, was Anthropic und OpenAI verlangen.“ Bloomberg, CNBC und Reuters berichteten alle aus der Preis-Krieg-Perspektive.

Was es tatsächlich ist

Ein agentisches Reasoning-Modell, das als API verkauft wird, nicht als Chatbot. Muse Spark 1.1 verarbeitet ein Kontextfenster von 1 Million Token – ein ganzes Code-Repository in einer Sitzung – und verwaltet und komprimiert diesen Kontext bei langen Durchläufen aktiv, anstatt darin zu ersticken. Es führt Tool-Aufrufe und Computer-Nutzung über Desktop, Mobile und Browser aus und kann Unter-Agenten abspalten, die parallel arbeiten. Coding-Agenten sind das offensichtliche Ziel.

Der API-Einstiegspunkt

Öffentliche Vorschau, nur US‑Entwickler, $20 Guthaben zum Start. Die Preisgestaltung beträgt $1,25 für Eingabe‑ und $4,25 für Ausgabe‑Token pro Million Token. Der clevere Teil: Es ist drop-in-kompatibel mit den OpenAI‑ und Anthropic‑SDKs, sodass das Einbinden in einen bestehenden Agent-Stack nur ein paar Zeilen erfordert, nicht ein komplettes Rewrite. Das ist die eigentliche Bedrohung – Meta hat den Wechsel bewusst billig gemacht.