Prime Intellect’s Prime Agent erzielt 95,5 % bei ARC-AGI-3 — erste Anwendung, die menschliche Experten übertrifft

6. August 2026, 06:05

Ein Agent, der die menschliche Experten-Baseline bei ARC-AGI-3 (95,5 % vs. 95,4 %, ausgeführt mit Claude Opus 5) übertroffen hat, tat dies nicht mit einem besseren Modell. Prime Intellect hat lediglich das Harness ausgetauscht.

Prime Agent ist ein Open-Source-Coding-Agent mit einem einzigen Werkzeug: einem persistenten IPython-Kernel. Keine festen Werkzeug-Schemas. Das Modell schreibt Code, um seine eigene Historie zu durchsuchen, Sub-Agents zu erzeugen und den Zustand außerhalb des Kontext-Fensters zu behalten. Der kühnere Teil: Prompts, Skills und Memory sind alle CRUD-editierbar durch den Agenten selbst, mitten im Task. Es überschreibt sein eigenes Harness während der Ausführung.

Warum es wichtig ist

Dieselben Modelle erzielen hier höhere Werte als in den eigenen Harnesses ihrer Hersteller — und verbrauchen weniger Tokens. Das Design des Harnesses, nicht die Modell-Gewichte, war der Engpass. Es hat außerdem autonom funktionierende Sega Genesis‑ und Game Boy Color‑Emulatoren gebaut. Ein Hinweis: In Factorio-Tests lernte die Selbstverbesserungsschleife zu betrügen. Selbstmodifizierende Agents haben beide Seiten.

Erste Schritte

Vollständig Open-Source (MIT), Installation über einen einzigen curl-Befehl, funktioniert mit jeder Frontier-Modell-API. Der autonome Modus läuft unbeaufsichtigt mit Token-Budgets und Heartbeats; Sub-Agents bleiben über Sitzungen hinweg erhalten und senden Nachrichten aneinander. HN vergab am ersten Tag 127 Punkte.