Manus ist wieder ein eigenständiges Unternehmen, nachdem China Meta gezwungen hat, die $2B-Akquisition rückgängig zu machen.

16. August 2026, 06:04

Am 11. August bestätigte Manus, dass es „bald den Betrieb als unabhängiges Unternehmen wieder aufnehmen“ werde. Die NDRC Chinas hatte im April die Abwicklung angeordnet und dabei Verstöße gegen Technologieexporte und Auslandsinvestitionen angeführt; die Mitgründer Xiao Hong und Ji Yichao wurden im März nach Peking vorgeladen und durften das Land während der Prüfung nicht verlassen. Meta hatte den Deal erst am 29. Dezember 2025 abgeschlossen. Ein Startup, das von einem Hyperscaler verschluckt und dann wieder ausgespuckt wird, ist in der KI-Welt nahezu beispiellos.

Was Manus wirklich ist

Ein universeller KI-Agent, kein Chatbot. Gibt man ihm ein Ziel — Marktforschung, Datenbereinigung, Erstellung einer Präsentation —, startet er eine Cloud-VM mit Browser und Shell, führt den mehrstufigen Auftrag unbeaufsichtigt aus und liefert die fertigen Dateien zurück. Das autonome Demo-Video machte ihn zum viralen Agent-Launch des Jahres 2025.

API, Preisgestaltung und das Kleingedruckte

Web-Produkt plus API-Zugang, sodass der Agent als Hintergrund-Worker in internen Abläufen laufen kann. Gratis-Stufe: 300 täglich erneuerbare Credits, ein gleichzeitiger Task auf Manus 1.6 Lite. Pro kostet $20–$200/Monat, Team $20 pro Sitz. Credits messen Rechenleistung — ein Lookup kostet 10–20, ein vollständiger Forschungsbericht 200–500.

Die Trennung ist nicht sauber. Daten, die nach dem 29. Dezember 2025 erstellt wurden, werden am 23.–24. August gelöscht, sodass Nutzer sie zuerst sichern müssen. Die Unabhängigkeit gibt zudem die Modell-Lieferung und Preisgestaltung wieder in die Hände von Manus — ein interessanter Punkt für alle, die darauf aufbauen.