Jeder Agent stößt auf dieselbe Wand: das Web. Scraping scheitert, MCP verbrennt Tokens, Logins töten die Automatisierung. TinyFish, heute bei Product Hunt im Trend, verkauft die Lösung als Infrastruktur – eine Web-Operating-Layer für KI‑Agenten, unterstützt durch eine von ICONIQ geführten Series‑A‑Finanzierung in Höhe von $47M.
Ein API‑Schlüssel, vier Primitiven
Web Agent, Search, Browser und Fetch unter einem einzigen Schlüssel und Guthaben‑Pool. Ihr Benchmark: ein CLI‑ähnlicher Aufruf kostet ~100 Tokens gegenüber ~1.500 über MCP – ein Rückgang von 87 % – bei etwa doppelt so hoher Aufgabenerfüllung. Search und Fetch sind kostenlos. Typischer Anwendungsfall: Die Agent‑API auf eine beliebige Website in natürlicher Sprache richten, strukturierte Live‑Daten zurückerhalten – Google nutzt sie, um tausende japanische Hotelbestände für die Hotelsuche zu aggregieren.
Mako ist der wahre Burggraben
Im Juli hat TinyFish Mako veröffentlicht, ein 35 B-MoE-Modell (3 B aktiv), das nachträglich auf einem Jahr Produktions-Enterprise-Web-Aufgaben trainiert wurde – authentifiziert, mehrstufig, mit realen Konsequenzen. Browser‑Nutzung‑Start‑ups verpacken meist Frontier-Modelle; TinyFish hat sein eigenes auf Daten trainiert, die niemand sonst besitzt. Außerdem hat es BigSet als Open-Source-Projekt veröffentlicht, ein Multi-Agent-System, das natürliche Sprache in strukturierte Live‑Datensätze umwandelt. Infrastruktur plus ein proprietäres Modell plus Enterprise‑Logos ist eine deutlich schwerere Angriffsfläche als ein weiteres Browser-Agent-Demo.