Wer gleichzeitig drei Claude Code‑Sitzungen und zwei Cursor‑Agenten ausführt, kennt den Schmerz: ein Dschungel aus Terminal‑Tabs, keine Ahnung, welcher Agent auf dich wartet und welcher noch arbeitet. Herdr ist ein in Rust geschriebenes Terminal‑Multiplexer, das speziell für dieses Chaos entwickelt wurde. Es landete am 29. Juni auf der HackerNews-Frontpage mit 117 Punkten und überschritt 8,4 k GitHub‑Stars.
Was es eigentlich ist
Kein GUI, kein Electron – ein einzelnes, null‑Abhängigkeiten‑Binary, das in deinem bestehenden Terminal läuft. Eine Seitenleiste zeigt den Live‑Zustand jedes Agenten (working / blocked / done / idle), automatisch erkannt anhand von Prozessnamen und Terminalausgabe, sodass du sofort siehst, wer Aufmerksamkeit benötigt. Du bekommst Workspaces, Tabs, geteilte Paneele, Maus‑Drag und Detach/Attach, um Agenten im Hintergrund laufen zu lassen. Es unterstützt bereits über 14 Agenten, darunter Claude Code, Copilot CLI, Cursor und Devin.
Der Teil, der zählt: eine API für Agenten
Herdr liefert eine integrierte Unix‑Socket‑API. Ein Agent kann programmgesteuert einen Workspace erstellen, Paneele teilen, die Ausgabe eines anderen Paneels lesen und blockieren, bis sich ein Zustand ändert – sodass ein Orchestrator‑Agent eine Flotte von Worker‑Agenten ohne menschliches Eingreifen steuern kann. Eine CLI‑Referenz deckt dieselben Befehle ab. Das ist der eigentliche Grund, warum es im Trend liegt: Das Management paralleler Coding‑Agenten ist der neue Engpass, und Herdr ist das erste Werkzeug, das die Agenten selbst als Benutzer behandelt.