Meta Watermelon behauptet einen Gleichstand mit GPT-5.5 — aber Wang sagt nicht, bei welchen Benchmarks.

6. Juli 2026, 00:08

Meta’s Superintelligenz-Chef Alexandr Wang sagte Anfang Juli zu den Mitarbeitenden, dass Watermelon, Metas nächstes Flaggschiff-LLM, bereits OpenAI’s GPT-5.5 bei „wichtigen Benchmarks“ eingeholt hat. Watermelon befindet sich noch in der Ausbildung. Es gibt keinen Veröffentlichungstermin, keine API und – praktisch – keinen Hinweis darauf, welche Benchmarks gemeint sind.

Was Watermelon eigentlich ist

Ein Frontier-Textmodell, Nachfolger von Muse Spark (Codename Avocado), dem ersten Modell aus den Meta Superintelligence Labs im April. Watermelon verbraucht eine Größenordnung mehr Rechenleistung als Spark, auf einem Stack, von dem Wang sagt, er sei von Grund auf neu aufgebaut worden. Das Problem, das es lösen soll, ist einfach und existenziell für Meta: nicht mehr hinter OpenAI und Google an der Frontier zurückzubleiben nach einer Talent-Spree von $14 Mrd.

Warum es Beobachtung wert ist

Der eigentliche Vorteil liegt nicht in der Rechenleistung – jeder mit einem CAPEX von $130 Mrd. hat das. Es sind die Trainingsdaten: Facebook, Instagram, WhatsApp, Threads. Niemand sonst kann diesen Korpus kopieren. Ein einheitlich bereitgestellter Town-hall-Benchmark ist keine reproduzierbare Bewertung, daher sollte man „eingeholt“ als Hinweis und nicht als Fakt werten. Doch der Hinweis ist laut: Meta zeigt sich endlich im Frontier-Rennen.