Google, Microsoft, Salesforce, Snowflake, ServiceNow setzen einen Agent-Standard zurück — zielen direkt auf Anthropic’s MCP

14. Juli 2026, 00:07

Fünf Unternehmen, die selten bei irgendetwas übereinstimmen, haben sich in einer Sache geeinigt: Anthropic nicht die Infrastruktur besitzen zu lassen. Laut The Information werden Google, Microsoft, Salesforce, Snowflake und ServiceNow einen gemeinsamen technischen Standard für die Anbindung von KI‑Agenten an Unternehmenssoftware unterstützen – ein direkter Gegenschlag gegen Anthropic und OpenAI.

Warum sich gegen ein Protokoll verbünden?

In den letzten 18 Monaten ist Anthropics MCP stillschweigend zum Standard geworden, wie Agenten an Werkzeuge und Daten angebunden werden. Jeder hat MCP‑Server ausgeliefert, weil Kunden es verlangten. Doch die eigene Unternehmens‑Stack auf der Basis eines Rivalen zu bauen, ist eine schlechte Langzeit‑Strategie, und diese fünf wissen das.

A2A ist die Waffe

Die Allianz konzentriert sich auf Googles A2A‑Protokoll – jetzt v1.2, verwaltet von der Agentic‑AI‑Foundation der Linux Foundation, mit 150 Organisationen, die es in der Produktion einsetzen, und kryptografisch signierten Agent‑Karten zur Domänen‑Verifizierung. Eine offene Spezifikation mit offiziellen SDKs, sodass jeder heute Agenten anbinden kann.

Auf dem Papier ergänzen sich die beiden: MCP verbindet Agenten mit Werkzeugen, A2A verbindet Agenten miteinander über Plattformen. In der Praxis ist das ein Landraub. Der Kampf um die Unternehmens‑„Socket“ für KI‑Agenten ist gerade öffentlich geworden.