Eines der wichtigsten Open-Source-Projekte der Welt hat gerade KI den Rücken gekehrt. OpenJDK – das Projekt hinter Java, gepflegt von Oracle – lehnt nun jeglichen von LLMs oder Diffusionsmodellen erzeugten Inhalt ab: Code, Text, Bilder, über Git-Repos, Pull-Requests, Mailing-Listen, Wikis und JBS-Issues. Das FAQ ist brutal: Wenn KI 100 Zeilen schrieb und du 10 editierst, ist es immer noch verboten.
Warum das harte Nein
Drei Gründe. Belastung der Reviewer: KI überschwemmt Maintainer mit plausibel aussehendem Code, der falsch oder nicht wartbar ist. Sicherheit: Das JDK betreibt Banken, Fluggesellschaften, die Hälfte der Unternehmenswelt. IP: Ob jemand tatsächlich das KI‑Ergebnis besitzt, wird noch vor Gericht ausgetragen, und Oracles Contributor‑Agreement verlangt klare Eigentumsverhältnisse.
Du kannst KI weiterhin nutzen, um OpenJDK-Code zu lesen, zu debuggen und zu verstehen. Du kannst jedoch nicht das, was sie schreibt, beitragen.
Das Oracle-gegen-Oracle-Problem
Larry Ellison verbrachte gerade Monate damit zu behaupten, Oracle schreibe kaum noch eigenen Code – KI erledige das. Unterdessen akzeptiert GraalVM, ebenfalls ein Oracle‑Projekt, KI‑Beiträge gerne. Dasselbe Unternehmen, drei Positionen. Hacker News bemerkte: 306 Punkte, 219 Kommentare und keine Einigung in Sicht.