Alte Sprachassistenten funktionierten wie Funkgeräte: Du sprichst, sie warten auf Stille, dann antworten sie. Am 8. Juli hat OpenAI GPT-Live veröffentlicht, ein Paar voll-duplex Sprachmodelle, die gleichzeitig zuhören und sprechen — und es ersetzt schlicht Advanced Voice Mode.
Was sich tatsächlich geändert hat
GPT-Live verarbeitet, was du sagst, während es noch spricht, und trifft viele Male pro Sekunde eine Sprech-/Hör-/Pause-/Unterbrechungs-Entscheidung. So kann es mitten im Satz ein „mhmm“ oder „yeah“ einwerfen, schnell zurückschießen oder einfach schweigen, während du nachdenkst. OpenAI strebt eine Latenz von ~300 ms an und berechnet dafür: GPT-Live-1 wird zu Go/Plus/Pro, GPT-Live-1 mini wird zum Standard für kostenlose Nutzer. Latenz ist jetzt eine kostenpflichtige Stufe.
Der clevere Teil: Wenn du etwas fragst, das eine Websuche oder echtes Denken erfordert, übergibt es die Aufgabe im Hintergrund an GPT-5.5 und fügt die Antwort wieder ein, ohne den Fluss zu unterbrechen.
Entwickler‑API
Beide Modelle sind weltweit in den ChatGPT-iOS- und Android-Apps aktiv. Die API ist noch nicht offen — Entwickler können sich über ein Anmeldeformular für den „bald verfügbar“-Zugang eintragen. Offensichtlicher Anwendungsfall: Sprachagenten, die wie ein Mensch unterbrechen und unterbrochen werden, nicht wie ein Telefon‑Baum.