Qualcomm kauft Modular für 3,9 Milliarden Dollar, um Nvidias CUDA‑Burggraben zu untergraben.

25. Juni 2026, 06:40

Qualcomm kauft Modular in einem reinen All-Stock-Deal im Wert von etwa 3,9 Milliarden Dollar — und das Ziel ist kein Chip, sondern Software. Modular stellt die Mojo-Programmiersprache und die MAX-Inference-Plattform bereit, das, was die Branche am ehesten an einer offenen Alternative zu Nvidias CUDA-Lock-In hat. Genau das hat Qualcomm bezahlt.

## Was Modular gebaut hat

MAX ermöglicht es, ein trainiertes KI‑Modell über CPUs, GPUs, NPUs und kundenspezifische Beschleuniger laufen zu lassen, ohne die Anwendung für jedes Ziel neu zu schreiben. Mojo ist die zugrunde liegende Sprache, entwickelt, um Python‑ähnliche Ergonomie mit System‑Performance zu verbinden. Zusammen bilden sie eine Portabilitätsschicht: einmal schreiben, auf jedem Silizium einsetzen, das am billigsten oder schnellsten ist, anstatt an den Stack eines Anbieters gebunden zu sein.

## Warum der Deal wichtig ist

Nvidias eigentlicher Wettbewerbsvorteil war nie nur die Hardware — es war CUDA, die Software, gegen die alle Modelle geschrieben werden. Qualcomm, das Modular auf sein eigenes Silizium setzt, wettet darauf, dass der Vorteil von der Softwareseite aus abgeschöpft werden kann. Für Entwickler besteht das Versprechen in Leistung pro Watt und einer einzigen Toolchain, die Gerät, Edge und Cloud abdeckt. Der Deal soll in der zweiten Hälfte von 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der Aufsichtsbehörden.