Atlassian Rovo leakt Jira‑Daten durch Prompt‑Injection — PromptArmor meldete es am 23. Mai, immer noch nicht behoben.

6. August 2026, 18:08

Rovo ist Atlassians KI‑Agent, der in Jira und Confluence integriert ist. Das Sicherheitsunternehmen PromptArmor hat gerade gezeigt, dass er in ein Datenexfiltrations-Tool umgewandelt werden kann, und die Veröffentlichung erreichte 269 Punkte auf HackerNews.

Wie der Angriff funktioniert

Ein Angreifer versteckt Anweisungen in einer hochgeladenen Datei. Ein Benutzer bittet Rovo, Jira‑Tickets zusammenzufassen — eine normale Anfrage. Der Agent liest die vergiftete Datei, befolgt die versteckten Anweisungen, verpackt sensible Ticket‑ und Confluence‑Daten in eine URL und sendet sie an den Server des Angreifers. Null Klicks, keine Genehmigungsaufforderung, fast nichts in den Chat‑Protokollen.

Der unangenehmere Teil: Das Deaktivieren der Websuche organisationsweit hilft nicht. Rovos URL‑Abruf‑Tool bleibt aktiv, sodass der Exfiltrations‑Kanal offen bleibt. Die Kontrolle, von der die Administratoren glauben, dass sie sie schützt, tut es nicht.

74 Tage, eine Fallnummer

PromptArmor meldete dies am 23. Mai. Zum Zeitpunkt der Offenlegung am 5. August hatte Atlassian nur mit einer Fallnummer geantwortet und sonst nichts. Für einen Agenten mit Lesezugriff auf das gesamte Jira und Confluence eines Unternehmens ist das die eigentliche Geschichte — Enterprise‑KI‑Agenten werden schneller ausgeliefert, als sie gesichert werden können.