360 Tulongfeng & Yitianzhen — Chinas Cyber‑KI‑Agenten schließen die Exportverbotslücke

28. Juni 2026, 12:10

Die USA haben Nicht-Amerikanern am 12. Juni den Zugang zu Anthropic’s Mythos und Fable 5 verboten. Zwei Wochen später baut Asien um die Mauer herum.

Was 360 tatsächlich geliefert hat

Auf der ISC.AI 2026 in Peking stellte 360 Security zwei KI‑Agenten vor. Tulongfeng jagt nach Software‑Schwachstellen – man richtet ihn auf Code und er findet automatisch ausnutzbare Fehler. 360 behauptet, bereits 3.432 Bugs aufgedeckt zu haben, 105 davon von chinesischen Behörden bestätigt. Yitianzhen übernimmt die andere Seite: automatisierte Verteidigung und Incident Response. Gründer Zhou Hongyi bezeichnet eine Bug‑findende KI als nationale strategische Ressource, und seine Argumentation ist aufschlussreich: Die USA bauen einen genialen Hacker, China organisiert ein ganzes Angriffs‑ und Verteidigungsteam. Er gibt eine Fähigkeitslücke von 20–30 % zu Mythos zu und schließt sie mit proprietären Sicherheitsdaten und Automatisierungspipelines.

Warum es wichtig ist

Exportkontrollen töten die Nachfrage nicht – sie verlagern sie. Japans Sakana AI brachte in derselben Woche Fugu heraus und wirbt mit „Grenztechnologie ohne Exportkontrollrisiko“. Das erste Testfeld für diese einheimischen Ersatzlösungen sind nicht Chatbots oder Programmierung. Es ist Cyber‑Offensive und -Verteidigung.